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Tierschützer in Rumänien bitten TASSO um Hilfe

03.02.2008, 17:33

Tierschützer in Rumänien bitten TASSO um Hilfe

Registrierung soll der unkontrollierten Vermehrung nach dem geplanten Verbot der Hunde-Massentötung entgegenwirken



Hunderttausende Straßenhunde leben in Süd- und Osteuropa, den meisten von ihnen droht früher oder später das Ende in einer der vielen Tötungsstationen. Besonders schlimm sieht die Situation in Rumänien aus, wie der "Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V." (bmt) berichtet. Rumänien scheint die Tötungsmaschinerie allerdings in Kürze außer Kraft zu setzen, ein entsprechendes Verbot ist laut bmt in Vorbereitung. Daraus ergibt sich allerdings das Problem der unkontrollierten Vermehrung der Straßenhunde, die nur durch Kastration und anschließender Registrierung in den Griff zu bekommen ist. "Die datentechnische Erfassung der Hunde ist für die Unterscheidung von bereits gekennzeichneten und geimpften Tieren notwendig", erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. Die Tierschutzorganisation unterstützt das Projekt auf ausdrücklichen Wunsch der Behörden im rumänischen Brasov (Kronstadt) sowohl mit ihrem in über 25 Jahren erworbenen Registrierungs-Know-how als auch beim Aufbau einer Datenbank vor Ort.

"Unser System ist so flexibel, dass auf spezifische Anforderungen des Projekts einerseits und der besonderen Situation in Rumänien andererseits eingegangen werden könnte", so McCreight. "Das bmt-Projekt setzt im Hinblick auf die Straßenhunde auf Bewusstseinsänderung in Rumänien", sagt McCreight. "Es ist mittelfristig als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Dabei ist ein systematisches Vorgehen entscheidend für den Erfolg des Projekts. Wir sind froh und stolz, unseren Teil dazu beitragen zu können."

Ende Januar 2008 wurde das Projekt einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Mercure Hotel Aufkirchen bei München vorgestellt.
Während der Veranstaltung verabschiedete der bmt eine Resolution zum Schutz von Europas Straßenhunden. Die Resolution fordert die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf, sich endlich zu ihrer Verantwortung für die Straßenhunde in der EU zu bekennen und Fördermitteln bereitzustellen. Nur durch die Finanzierung von Kastrationsprogrammen könne eine nachhaltige Lösung der Straßenhundproblematik erreicht werden.

"Wir sind dem Hund als bestem Freund des Menschen Respekt und Achtung schuldig und müssen das Töten der Straßenhunde beenden.", erklärte der bekannte Schauspieler Pierre Brice, der selbst zwei Straßenhunde aus Rumänien adoptiert hat.

Den gesetzlichen Rahmen hierfür sehen die Tierschützer in dem von der EU 2006 verabschiedeten Tierschutzaktionsplan und der im Herbst 2007 angenommenen Strategie zur Tiergesundheit. Darüber hinaus enthält der am 13.12.2007 ratifizierte EU-Vertrag ausdrücklich die Verantwortung der EU für die Tiere als fühlende, leidensfähige Wesen.

Die Resolution soll innerhalb der nächsten Monate an die EU-Kommission und die Mitglieder des Europäischen Parlamentes übergeben werden.

Interessierte Tierfreunde und Tierschützer, die die Resolution ebenfalls unterzeichnen möchten, erhalten diese beim Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Tierschutzzentrum Pfullingen, Gönninger Straße 201, 72793 Pfullingen, Tel. 07121/82017-0 oder unter www.bmt-tierschutz.de


Quelle: TASSO-Newsletter

03.02.2008, 17:33

03.02.2008, 17:39

Wenn das klappen würde wäre es toll!!!!!
Ich muß leider sagen,das ich ganz skeptisch bin,ob da irgendjemand die Chips ablesen würde,wenn die Hunde eingefangen sind,und dann die Kastrierten wieder zurückbringt,und nicht tötet.
Dann kommt wieder ein neuer Bürgermeister,der Prämien aussetzt. :-(

Aber vielleicht ändert sich ganz langsam die Einstellung der Bevölkerung (hoffinniglich )

03.02.2008, 17:40

Ich hoffe, das zumindest das Wissen der Öffentlichkeit die Herren etwas im Zaum hält :evil:

03.02.2008, 18:03

Aja hat geschrieben:Wenn das klappen würde wäre es toll!!!!!
Ich muß leider sagen,das ich ganz skeptisch bin,ob da irgendjemand die Chips ablesen würde,wenn die Hunde eingefangen sind,und dann die Kastrierten wieder zurückbringt,und nicht tötet.
Dann kommt wieder ein neuer Bürgermeister,der Prämien aussetzt. :-(

Aber vielleicht ändert sich ganz langsam die Einstellung der Bevölkerung (hoffinniglich )


Hi Aja

Da steht doch aber auch

Rumänien scheint die Tötungsmaschinerie allerdings in Kürze außer Kraft zu setzen, ein entsprechendes Verbot ist laut bmt in Vorbereitung.


Wenn dem so ist, dann ist doch zumindest der erste Schritt schonmal getan.

03.02.2008, 18:32

Dogsbear hat geschrieben:Hi Aja

Da steht doch aber auch

Rumänien scheint die Tötungsmaschinerie allerdings in Kürze außer Kraft zu setzen, ein entsprechendes Verbot ist laut bmt in Vorbereitung.


Wenn dem so ist, dann ist doch zumindest der erste Schritt schonmal getan.


Ja,wenn das gemacht wird ,ist es gut.Ich hoffe sehr das es positive Schritte gibt.

03.02.2008, 21:34

Der BMT -Pfullingen war gestern in der Sendung von Herrchen gesucht vom
Hessischen Rundfunk. Da las Frau Zipp auch diese Resolution vor mit der Bitte um viele Unterschriften.

In einem Fernsehericht wurde gesagt, daß in Brasov, wo der BMT eine große Auffangstation unterstützt, pro Monat 500 Hunde in städtischen Auffanglagern getötet werden :cry:
Das ist so eine unglaubliche Zahl, ich war völlig schockiert.

04.02.2008, 05:40

Ich habe von einem Freund gehört,der dort aufgewachsen ist,das es in Schäßburg/Sigishoara immer wieder Aktionen mit Prämien für die Bevölkerung gibt,wenn sie Hunde zum Töten bringen.Sie werden sogar aus den umliegenden Dörfern eingesammelt,um diese Prämien zu verdienen.
Dann gibt es Leute,die "ihre Strassenhunde"in Scheunen und Schuppen davor verstecken und einsperren,und dann vegetieren sie da vor sich hin,und da sie nicht genug Futter oder Auslauf bekommen,verhungern sie,oder werden krank,oder verletzen sich in der Enge der Keller oder Schuppen.
Es ist ein einziges großes Drama.
Es hätte dort mal eine Kastrationsaktion von Österreichern gegeben,aber niemand kümmert sich darum,ob Hunde kastriert sind,oder nicht,wenn sie getötet werden.

Ein Umdenken geht ungeheuer langsam.Nichtsdestotrotz wären politische Entscheidungen der EU ein wichtiger erster Schritt!
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