Die vergessenen Hunde von Stroncone.
Das Canile Stroncone in Terni liegt in der Region Umbrien, die nördlich an Lazio grenzt. Obwohl das italienische Tierschutzgesetz auch eine regionale Angelegenheit ist, und es zu unterschiedlicher Auslegung kommen kann, gibt es nirgendwo einen Hinweis, dass Tiere nicht ins Ausland gebracht werden dürfen. Umbrien hat da leider eine etwas andere Vorstellung und unterbindet leider jede Ausreise - anders als es in Lazio möglich ist. Trotzdem bedienen sich die verschiedensten Gemeinden sowohl aus der einen als auch aus der anderen Region dieses Caniles und bringen ihre herrenlosen Hunde dort unter.
Die Verwahrung der Hunde dort ist so unbeschreiblich schlimm, wie man es sich nicht vorstellen kann, dunkle Verließe, Zwinger, in denen bis zu 5 Hunde gepfercht sind, die niemals dort rauskommen. Kaputte Maschendrahtzäune, wo Hunde ihre Schnauzen durchdrücken und sich jederzeit verletzen können. Türen, die mit Stricken zusammengehalten werden, weil sie nicht mehr schließen. Ungepflegte Tiere, zeckenübersät mit so verfilztem Fell, dass sie kaum gehen können. Alte, kranke Hunde, mit Tumoren, die fast den Boden streifen. Hunde, Räude geplagt, klapperdürr, die keine ausreichende medizinische Betreuung erfahren. Sommer und Winter im Freien, oft ist der Boden überschwemmt, dass die Holzpaletten wie Flosse von den Hunden benutzt werden.
Ein anderer Trakt besteht aus winzigen dunklen Löchern – anders kann man es nicht bezeichnen – wo Hunde in Einzelhaft sitzen. Verängstigte, traurige Gespenster, die jegliche Hoffnung aufgegeben haben dieses "Heim" jemals lebend zu verlassen.
Im Canile Stroncone gab es jahrelang keine Adoptionen – Hunde wurden gebracht und dann regelrecht von allen vergessen. Die Gemeinde Contigliano hat sich 2009 an Deutschland gewandt mit der Bitte um Hilfe bei der Vermittlung ihrer 40 Hunde. Deutsche, österreichische und italienische Tierschützer konnten dieser Bitte entsprechen und in nur 3 Monaten fast alle Hunde unterbringen. Das war der Grund, dass das Canile in Stroncone / Terni in die Öffentlichkeit geriet – sehr zum Missfallen des Betreibers, der daraufhin sein canile noch mehr abschottete gegen jeden Versuch der Adoption.
Aus Stroncone kommen die beiden alten Schäferhunde in unseren Anzeigen bei
http://www.tiervermittlung.de. Sie sind inzwischen tot, weil sie medizinisch nicht versorgt wurden, wie wir feststellen mussten, wie auch eine andere kleine schwerkranke Leishmaniosehündin dort, die ohne medizinische Versorgung einfach verreckte. Nun haben italienische Tierschützer zusammen mit Claudia Röckl es geschafft, alle Hunde dort fotografieren zu dürfen und zu vermitteln, soweit das möglich ist. Der Betreiber hat kein Geld mehr, weil die Gemeinden offensichtlich nicht mehr pünktlich zahlen, so dass die Hunde verhungern.
Selbst der Amtsveterinär brachte Futter vorbei. Übrigens, aus Stroncone stammt auch Samantha, die immer noch keine Familie gefunden hat, obwohl sie inzwischen sehr lieb, sehr anschmiegsam geworden ist. Erinnert sich noch jemand an „Urania“, die 16 Jahre alte Maremmanin in Stroncone, für die wir vor fast 2 Jahren ein Zuhause hier in Deutschland fanden? Wir zeigen Ihnen auf den folgenden Fotos einige dieser verlassenen, vergessenen Hunde und bitten um Ihre Hilfe, für sie ein zuhause zu finden. Wir müssen einen Teil der Hunde vermitteln, um die alten, kranken und unvermittelbaren Hunde dort halten und betreuen zu können. Es ist nicht in unserem Sinn, das canile zu leeren, wie es die Behörden vorhaben, dann werden die Hunde auf noch schlimmere Plätze in Süditalien verteilt, dann hat keiner mehr einen Zugang zu ihnen, dann sind sie für immer bis zu ihrem Tod qualvoll eingesperrt.
Bitte helfen Sie alle mit, diesen Hunden zu helfen. Hunde in Stroncone: Faupax und Fanny, die beiden alten Schäfis - tot

Urania, lebt jetzt bei ihrer Familie in D, aus Stroncone

Samantha, wartet immer noch in einer Hundepension auf ihr Zuhause, aus Stroncone

Maya ohne Augen ist tot

